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Apr

Magic: Amonkhet Invocations

Nach den Zendikar Expeditions und Kaladesh Inventions warten in Amonkhet nun neue Masterpieces auf uns: die mystischen Invocations. Ob diese Anrufungen uns einen Goldregen oder eher sieben (bzw. 54) Plagen bescheren, lest ihr hier.

In Amonkhet verschmelzen zwei meiner absoluten Lieblingsthemen miteinander: Magic und Ägypten! ich bin sehr zuversichtlich, dass die beiden storytechnisch wunderbar zusammenpassen werden, aber wie sieht es optisch aus?

Werfen wir dazu einen Blick auf die ersten 25 Amonkhet Invocations. Egal, wie der eigene Sinn für Ästhetik darauf reagiert – so speziell haben Magic-Kartenrahmen schon lange nicht mehr ausgesehen.

 



Für die Amonkhet Invocations hat Wizards sich nun voll und ganz der Ägypten-Optik verschrieben:

Die Invocation-Version von Austere Command zeigt die Katzengöttin von Amonkhet.

Eine hieroglyphische Schriftart, die teilweise wirklich erst entschlüsselt werden muss, sandfarbene Ränder mit goldenen Applikationen und ein tempel- bzw. statuenartiges Grund-Design – das muss erst einmal verarbeitet werden.

Meine subjektive Meinung zum Stil der Invocations:

  • Contra: Name und Typ sind teilweise sehr schwer zu entziffern, und auch die Farbe ist nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen (schlecht für Spieler)
  • Pro: Look passt perfekt ins Ägypten-Thema und hebt sich deutlich von anderen Magic-Karten ab (interessant für Sammler)

Grundsätzlich finde ich Design-Experimente immer gut, denn nur wenn sich etwas verändert, kann es auch besser werden. Allerdings verfehlen die Invocations meiner Meinung nach ihre Funktion als Spielkarten. Spieler sollten keine Schwierigkeiten haben, ihre Karten schnell zu erkennen und einordnen zu können.

Die Masterpieces richten sich jedoch schon allein aufgrund ihrer Seltenheit (ca. ein Masterpiece auf 216 Booster) eher an Sammler. Diese haben mit den Amonkhet Invocations jetzt die Möglichkeit, Premium-Karten aus einer uralten Kultur in ihre Schatzkammern zu bringen.

Die ersten 25 Anrufungen

Bisher wurden ausschließlich Reprints aus früheren Editionen als Invocations bestätigt. Neue Amonkhet-Karten wurden noch zurückgehalten. Ich nehme stark an, dass die fünf Götter die 30 voll machen werden, ehe wir die verbleibenden 24 Invocations in Hour of Devastation, dem kleinen Set des Amonkhet-Blocks, erhalten.

 

Auffällig ist, dass diesmal verschiedene Kartentypen neu aufgelegt werden, anstatt ein einziger (Expeditions = Länder, Inventions = Artefakte). Außerdem ist die Farbverteilung alles andere als gleichmäßig. Sechs weiße, fünf schwarze, zwei rote, keine grünen, zwei mehrfarbige und sage und schreibe zehn blaue Invocations hält Amonkhet für uns bereit.

WEISS


BLAU


SCHWARZ


ROT


MULTICOLOR


Die Götter haben gewählt

… oder vielmehr die Verantwortlichen bei Wizards. Größtenteils finde ich die Kartenauswahl passend und sinnvoll. Allerdings gibt es diesmal weitaus mehr Uncommons und sogar Commons, die als Masterpieces in den Ultra-Mythic-Rare-Status erhoben wurden.

Ich bezweifle, dass man sich genauso sehr über Divert freut wie über Force of Will. Masterpieces waren zwar schon immer Lotto-Scheine, aber noch nie war der Sprung zwischen Trostpreis und Jackpot so groß wie in Amonkhet.

Laut aktueller Magickartenmarkt-Preisliste (Stand: 2. April) führen Force of Will (350,00), Cryptic Command (95,00) und… Mind Twist (75,00) die Money-Invocations an, …

… während Austere Command (25,00), Divert (25,00) und Aggravated Assault (22,00) die Schlusslichter bilden.

Da es sich um Preorder-Preise handelt und es noch keinerlei Informationen über die tatsächliche Seltenheit und Verteilung der Invocations gibt, werden diese Preise in den nächsten Tagen und Wochen aber mit Sicherheit noch stark schwanken. Im Endeffekt hängen sie davon ab, wie hoch die Nachfrage seitens der Sammler ist, denn gerade die Commons sind in ihren normalen Versionen oft nur Cent-Beträge wert. Die letztendliche Seltenheit bestimmt hier also den Preis.

Frohlocket, ihr Commander-Spieler!

Für Freunde der 100-Karten-Decks bringen die Invocations jedenfalls eine Reihe an göttlichen Reprints mit. Darf ich vorstellen: Meine ganz persönlichen Top 8-Invocations für Commander (Ja, ich liebe Schwarz ;)!):

Mass Removal und uneingeschränktes Spot Removal sind im Commander einfach unverzichtbar, weshalb ich jede dieser vier Hexereien liebend gern in meinem Zerstörungs-Arsenal begrüßen würde.

Die Consecrated Sphinx sorgt vor allem im Multiplayer in jedem blauen Deck für perversen Kartenvorteil, während sich Entomb und Diabolic Intent durch die Bibliothek wühlen, um genau die richtigen Tools herauszusuchen. Mikaeus, the Unhallowed und Meren of Clan Nel Toth führen bereits Freudentänze auf!

Und hier kommt meine Nummer 1:

Attrition passt in so viele verschiedene schwarze Commander-Strategien. Die Verzauberung erlaubt für lächerlich niedrige Manakosten und ein Kreaturen-Opfer, eine nichtschwarze Kreatur zu zerstören. Das Opfer ist mit Mikaeus oder Meren als Commander weniger ein Nachteil als vielmehr ein sehr willkommener Nebeneffekt. Außerdem zeigt das Invocation-Artwork einen Speerkrieger im Kampf gegen einen überdimensionierten Wüstenwurm – Yes, please!

Wie gefallen euch die ersten 25 Amonkhet Invocations? Findet ihr sie zu kryptisch, unleserlich und schlichtweg hässlich, oder freut ihr euch auf experimentelle Premium-Karten mit Sammlerwert, die ganz eindeutig in der ägyptischen Wüstenwelt von Amonkhet zu Hause sind? Die Kommentar-Box wartet auf euch!

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