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Mrz

Im Test: Yomi (Pegasus/Sirlin Games)

Im „Fantasy Strike“-Turnier treten die besten Kämpfer des Königreichs gegeneinander an. „Yomi“ bringt den Wettbewerb aus dem Video Game- ins Kartenspiel-Format.

Alter: 8+ | Spieler: 2 | Dauer: 15-30 Minuten

Eines der ältesten Computerspiel-Genres – das Beat-’em-up – fordert mindestens zwei Spieler zum Kampfduell heraus. Die wohl berühmtesten Vertreter heißen z. B. Street Fighter, Tekken und Mortal Combat.

Um als Sieger aus den virtuellen Kloppereien hervorzugehen, müssen die Kontrahenten zur richtigen Zeit bestimmte Tastenkombinationen in ihre Controller hämmern, um die mächtigsten „Moves“ ihrer Kämpfer zu entfesseln.

„Yomi“ übersetzt dieses Genre in ein dynamisches und strategisches Kartenspiel für Zwei.

Schere, Stein, Papier und Faust!

In seinem Kern funktioniert „Yomi“ nach einem einfachen Schere-Stein-Papier-Prinzip: Blocks und Konter schlagen Angriffe schlagen Würfe schlagen Blocks und Konter. Jedes Charakter-Deck beinhaltet 52 Karten, die unterschiedliche Versionen dieser Moves eines Kämpfers repräsentieren.

Aus Schere-Stein-Papier wird in „Yomi“ Angriff-Wurf-Block.

Die Spieler legen in jeder simultan ablaufenden Runde eine ihrer Karten verdeckt vor sich ab und decken sie gleichzeitig auf. Nach dem Angriff-Wurf-Block-Prinzip entscheidet sich dann, welcher Kämpfer den Schlagabtausch gewinnt und ggf. Schaden zufügt. Dieser steht bei Würfen und Angriffen in der oberen rechten Kartenecke und wird von den Lebenspunkten des Unterlegenen abgezogen. Fallen diese auf Null, bedeutet das die Niederlage.

Schaden, der durch erfolgreiche Moves zugefügt wird, lässt sich am Lebenspunkteanzeiger einstellen.

Das „Yomi Starter-Set“ enthält neben den beiden Einsteiger-Decks „Grave“ und „Jaina“ sowie einer ausführlichen Anleitung auch zwei Lebenspunkteanzeiger. Aufgrund der relativ komplexen Regeln empfiehlt es sich, mit dem Grundspiel zu beginnen und sich mit allen Spielmechanismen vertraut zu machen. Anschließend lassen sich mit den zahlreichen Charakter-Decks weitere Strategien ausprobieren.

Ring frei für neue Kämpfer

„Yomi“ ist eines dieser Kartenspiele, die mit der Zeit – und mit jedem neuen Charakter-Deck – wachsen. Das Starter-Set bietet zwar alles, was zum Spielen benötigt wird, doch liegt ein besonderer Reiz vor allem darin, die Kampfstile aller 20 Turnierteilnehmer zu erproben.

Derzeit sind sechs Charakter-Decks auf Deutsch erhältlich – darunter z. B. „Lum, Pokernder Panda“ oder „Rook, Steingolem“. Jeder dieser Kämpfer verfügt über ein individuelles Repertoire an Kampfaktionen, die sich auch in den einzigartigen Karten des jeweiligen Decks widerspiegeln. Das ermöglicht und erfordert ganz unterschiedliche Spielstile und Kampfstrategien, was das Gameplay frisch hält.

Fazit

Aufgrund seiner Videospiel-Wurzeln spricht „Yomi“ gleichermaßen Gamer als auch Fans komplexerer Kartenspiele an. Einsteiger benötigen jedoch eine gewisse Eingewöhnungsphase, bis sie sämtliche Spielmechaniken verinnerlicht haben. Die Altersempfehlung ab 8 Jahren halte ich zudem für zu niedrig – ab 10 erscheint mir da schon realistischer.

Hat man sich aber erst einmal erfolgreich durch die Regeln gekämpft (*pun intended*), wird man schließlich mit einer abwechslungsreichen und taktisch anspruchsvollen Spielerfahrung belohnt. Mit insgesamt 20 verschiedenen Kämpfern im „Fantasy Strike“-Universum hält die Zukunft von „Yomi“ wohl noch einige weitere Charakter-Decks bereit.

Derzeit sind zwei Starter- und sechs weitere Charakter-Decks verfügbar – die nächsten erscheinen voraussichtlich im Mai.

 

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