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Mrz

Im Test: Sea of Clouds (iello/Hutter)

Klar machen zum Entern! Bei „Sea of Clouds“ heuern bis zu vier Kapitäne ihre Crew an, sammeln Schätze und horten Rum. Das Piraten-Abenteuer spielt sich jedoch nicht auf dem Ozean ab, sondern in der Luft!

Alter: 10+ | Spieler: 2-4 | Dauer: 15-30 Minuten

Piraten sind nicht nur überall auf den sieben Weltmeeren zu Hause, sondern auch in allen Winkeln der Spiele-Welt. Da könnte man glatt meinen, dass sich das Thema inzwischen überlebt hätte. „Sea of Clouds“ bringt jedoch eine frische Brise in das Genre und lässt Schiffe, Inseln und Schätze fliegen.

Jeder Meute ihre Beute

Das spielerische Herzstück von „Sea of Clouds“ ist das Aufteilen der Beute. Insgesamt gibt es 94 Beutekarten, aufgeteilt in Gegenstände, Piraten, Relikte und Rum. Zu Beginn werden alle zusammengemischt und als Zugstapel neben das Haupttableau gelegt. Sobald sich jeder Spieler einen Käpt’n ausgesucht hat, stechen sie ins Wolkenmeer und bereisen zwölf bzw. 14 schwebende Inseln.

Jeder Käpt’n schaut sich auf allen Inseln nach der Beute um, die er am liebsten mit an Bord nehmen will.

Und auf jeder gibt es etwas zu holen. Denn unter dem Haupttableau liegen drei verdeckte „Anteile der Beute“, die anfangs aus je einer Karte bestehen. Der aktive Spieler schaut sich den ersten Anteil an und nimmt ihn entweder an oder lehnt ihn ab. Im zweiten Fall dreht er die Karte(n) wieder um und legt eine weitere vom Zugstapel darauf. Dann fährt er ebenso mit dem zweiten und ggf. auch dritten Anteil fort, ehe der nächste Spieler einen Blick auf seine mögliche Beute erhascht. Wer auf diese Weise die wertvollsten Schätze sammelt, erhält am Schluss auch die meisten Siegpunkte.

Was das Piratenherz begehrt

Viele Wege führen zum Sieg. Welchen man einschlägt, hängt ganz von der Beute ab, die das Glück und die Mitspieler einem überlassen. Manch ein Käpt’n sammelt seltene Relikte, wie die Zähne des Behemoth, während andere es auf Spitzen-Rum abgesehen haben. Für jede Karte desselben Typs gibt es am Ende umso mehr Siegpunkte. Es kann sich also durchaus lohnen, die Beuteanteile nach ganz speziellen Schätzen zu durchsuchen. Die 28 unterschiedlichen Gegenstände bringen mit ihren besonderen Effekten noch mehr Abwechslung ins Spiel.

Vorsicht vor dem Sirenengesang – Manche Beutekarten wirken sich erst ab mehreren Exemplaren positiv aus.

Alle fünf Runden kommt es dann zur „Enter-Phase“, in der sich die verfeindeten Piraten-Crews bekämpfen. Dann zahlt es sich aus, ein paar fähige Freibeuter angeheuert zu haben, die im Falle eines Sieges mit Dublonen und anderen Schätzen zurückkehren. Dieser Teilaspekt des Spiels macht umso mehr Spaß (und Sinn), je mehr Luftkapitäne mitmischen.

Die Piraten verfügen über unterschiedliche Punkte, die beim Entern addiert werden.

Fazit

„Sea of Clouds“ verpasst dem beliebten Piraten-Genre einen neuen Anstrich, der dem Familienspiel ausgezeichnet steht. Die comicartigen Illustrationen von Miguel Coimbra tragen sehr zur heiteren Stimmung bei, die automatisch aufkommt, wenn man z. B. auf der Jagd nach Rum mit Sammlerwert ist oder den Papagei mit Keksen besticht, um Vorteile zu erhalten. Kurzum: Die luftigen Piraten-Abenteuer sehen witzig aus, spielen sich flüssig und haben einen hohen Wiederspielwert – stARRRkes Spiel!

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